Motivierte Mitarbeiter sprühen vor Ideen

Die 3 Motivationsfaktoren, an die wir beim Thema Mitarbeitermotivation als erstes denken, sind wahrscheinlich externe Faktoren wie Gehaltserhöhungen, Beförderungen und Bonuszahlungen. Denn dies sind die gängigsten Methoden, mit denen Unternehmen versuchen, die Motivation anzuregen. Obwohl sie definitiv funktionieren, inspirieren diese externen Faktoren oft nur kurzfristig zu einer Leistungssteigerung. Für langfristige Lösungen sollten wir deshalb in uns selbst und in unsere Mitarbeiter schauen. Dazu müssen Führungskräfte nicht Gedanken lesen können. Es genügt, die 3 Motivationsfaktoren zu kennen, die für uns alle gelten und unser Handeln bestimmen.

Die Wissenschaftler Edward Deci und Richard Ryan haben diese im Rahmen der Selbstbestimmungstheorie (SDT, Self Determination Theory) erforscht. Hier können Sie dazu im englischen Original nachlesen. Aber auch die deutsche Wikipedia liefert einen ganz guten Überblick dazu. Im Prinzip unterscheiden die beiden zwischen externen und internen oder intrinsischen Motivationsfaktoren, die jeweils unterschiedliche Bedürfnisse ansprechen. Entsprechend sind auch die Auswirkungen auf das Verhalten und – im Unternehmenskontext sehr wichtig – die Arbeitsleistung, wie das nachstehende Bild verdeutlicht.

3 Motivationsfaktoren intrinsischer Motivation
Intrinsische Motivation sorgt für nachhaltige Leistung

1. Kompetenz

Obwohl viele Menschen es nicht eingestehen oder zugeben, haben wir alle ein intrinsisches Bedürfnis, uns wertgeschätzt, kenntnisreich, kompetent und erfahren zu fühlen. Uns beherrscht ein starkes Verlangen, unsere Fähigkeiten zu verfeinern und zu beweisen. Egal, ob es sich um technische, zwischenmenschliche oder andere Fähigkeiten handelt.

Um mit diesem inneren Antrieb zu spielen, müssen Führungskräfte jedem Mitarbeiter die Möglichkeit geben, sein Geschick zu beweisen. Schaffen Sie deshalb Gelegenheiten für jeden einzelnen Mitarbeiter, seine Fähigkeiten nicht nur unter Beweis zu stellen, sondern sie auch weiterzuentwickeln.

2. Zugehörigkeit

In der Schule hat es meist Angst ausgelöst, einem Gruppenprojekt zugeteilt zu werden. Aber im Berufsleben teilen die meisten Mitarbeiter ein Bedürfnis nach Zusammenarbeit mit ihren Kollegen. Studien haben gezeigt, dass dieser intrinsische Motivationsfaktor mächtiger ist als die externen Motivatoren von Belohnung und Bestrafung zusammen. Deshalb wollen die meisten Menschen – unabhängig von Rang und Rolle – mit anderen zusammenarbeiten. Der Hauptgrund dafür ist, dass die effektive Zusammenarbeit mit anderen schneller und effizienter zu positiven Geschäftsergebnisse führt. Aber ein zweiter Grund ist, dass es Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, an ihren zwischenmenschlichen und sozialen Fähigkeiten zu arbeiten, die sowohl am Arbeitsplatz als auch außerhalb davon unerlässlich sind.

Deshalb sollten Führungskräfte Teamarbeit stärken und immer wieder in den Vordergrund stellen. Auch, wenn Formen moderner Arbeit wie Home-Office, wechselnde (Projekt-)Teams und Umorganisationen dies erschweren.

3. Autonomie

Realistisch gesehen ist eine vollständige Autonomie am Arbeitsplatz unmöglich. Es gibt Regeln und Vorschriften, die man befolgen muss, und gemeinsame Unternehmensziele, die erreicht werden müssen. Aber das bedeutet nicht, dass es unmöglich ist, Mitarbeitern ein Gefühl von Autonomie zu vermitteln.

Autonomie ist das Bedürfnis, sich selbst gesteuert zu fühlen. Führungskräfte können dieses Gefühl vermitteln, indem sie die individuelle Flexibilität fördern. Stellen Sie die etablierten Prozesse und Verfahren zur Verfügung. Aber ermöglichen Sie Ihren Teammitgliedern, ihr Arbeitsergebnis auf eine für sie optimale Weise zu erreichen. Helfen Sie dabei mit, dass sie ihre Arbeit in einer Weise gestalten, welche die Aufgaben der anderen unterstützt.

Die 3 Motivationsfaktoren für intrinsische Mitarbeitermotivation nutzen

Hinter jedem unmotivierten Mitarbeiter steht ein Führungsproblem, das darauf wartet, gelöst zu werden. Doch viele Führungskräfte sehen Motivation als ein Spiel von Belohnung und Strafe. Vergessen Sie Geld. Vergessen Sie Drohungen. Um Mitarbeiter von heute zu gewinnen sollte eine Führungskraft das Herzstück dessen suchen, was diese Menschen bewegt: diese drei grundlegenden psychologischen Bedürfnisse. Führungskräfte können diese Faktoren für interinsische Motivation nicht erschaffen, aber sie können sie unterstützen.

Sie suchen nach weiteren Ressourcen, wie Sie Ihr Team im digitalen Zeitalter motivieren können? Laden Sie hier unser kostenloses Whitepaper Coaching neu definiert herunter. Setzen Sie diese Worte in die Tat um, und inspirieren Sie Ihr Team. Oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf!