Junger Mann erklärt am Flipchart

Banal aber wahr: Kommunikation ist das primäre Führungsinstrument. Genau genommen nimmt Führungskommunikation auch einen extrem hohen Anteil am Tagesgeschäft eines Managers ein. Dabei ist es egal, ob es sich um verbale Kommunikation, Emails oder moderne soziale Medien handelt. Die kommunikativen Fähigkeiten einer Führungskraft bestimmen maßgeblich deren Erfolg. Die Mitarbeiter- und Feedbackgespräche bilden Spezialthemen, die wir deshalb separat behandelt haben. In diesem Abschnitt geht es darum, wie Führungskommunikation im Büroalltag, aber auch in der Werkhalle, gelingen kann und so zu einem guten Betriebsklima und einer attraktiven Unternehmenskultur beiträgt.

Seminare für Führungskommunikation

Dazu genügt es nicht, sich auf die Selbstverständlichkeiten des sozialen Miteinanders zu beschränken. Höflichkeit, Wertschätzung und Offenheit gelten auch – und gerade – für Chefs. Als Kommunikationsprofi sollte ein Manager darüber hinaus weitere Aspekte berücksichtigen und für erfolgreiche Führung einsetzen. Die Auswahl des angemessenen Kommunikationsmediums ist ebenso wichtig, wie die Häufigkeit und der Zeitpunkt einer Kommunikation. Ein paar Beispiele:

  • Manche Mitarbeiter freuen sich über Anerkennung, wenn diese auch die Kollegen mitbekommen. Andere bevorzugen den persönlichen Rahmen. Fast immer ist die direkte Kommunikation und die damit verbundene Aufmerksamkeit des Chefs Teil dieser Anerkennung und würde unter einer Übermittlung per Email leiden.
  • Selbst wenn der Druck immens ist, und es manchmal schnell gehen muss: auch in einer Email gehören Anrede und Grußformel für viele noch dazu. Manchen stellen sich die Nackenhaare auf, wenn diese mit einem amerikanischen „Vorname, und gleich weiter“ beginnt. Auch wenn die Firma international agiert.
  • Whatsapp und andere Messenger verleiten zu einem hektischen Hin und Her von Kurznachrichten. Ab einer gewissen Komplexität ist das Telefon hier die bessere Wahl.
  • Ob Emails nach Feierabend, am Wochenende und im Urlaub gelesen und beantwortet werden müssen, füllt inzwischen Diskussionsforen und hat bei einigen Unternehmen bereits zur Einführung technischer Beschränkungen geführt. Der bewusste Verzicht auf Führungskommunikation außerhalb der Arbeitszeit zeugt von Respekt für die Freizeit des Mitarbeiters und Kompetenz beim Selbstmanagement.

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen Führungskräfte entweder sofort kommunizierend eingreifen müssen, oder über Ihre kommunikatorischen Fähigkeiten noch bewusster einsetzen sollten.


Mit Konflikten umgehen

Emotionen spielen natürlich auch am Arbeitsplatz eine große Rolle. In einer normalen Woche verbringen wir mehr Zeit im Betrieb als zuhause bei Kindern und Partner. Von daher sind auch Konflikte normal und zu erwarten. Diese können negative Auswirkungen auf die Konfliktparteien, aber ebenso auf das gesamte Team haben. Deshalb müssen Führungskräfte hier sensibel reagieren und rechtzeitig eingreifen, bevor das Problem irreversibel wird. Und das auf eine Weise, die einerseits den Menschen gerecht wird, und andererseits die berechtigten Interessen des Unternehmens berücksichtigt. Weil diese Gradwanderung nicht einfach ist haben wir ein Seminar zum Konfliktmanagement entwickelt. Dieses hilft Führungskräften, Emotionen am Arbeitsplatz zum richtigen Zeitpunkt und in konstruktiver Weise anzusprechen.


Zuhören

Bei all den vielen Rhetorik Seminaren wird gerne vergessen, dass Kommunikation keine Einbahnstraße ist, sondern wechselseitig erfolgt. Sie kann daher nur gelingen, wenn das Senden und Empfangen gleichermaßen gut funktionieren. Allerdings werden durch Informationsflut, Hektik und Stress die Empfangsorgane regelmäßig überfordert. Zuhören lernen betrachten wir daher als einen wichtigen Seminarbaustein für erfolgreiche Führungskommunikation. Denn nur wer in der Lage ist, die relevanten Informationen aus dem Datenstrom herauszufiltern und zu verstehen kann diese effektiv nutzen, um seinerseits seine Botschaft zu vermitteln.


Geschichten erzählen

Storytelling hat nicht nur im Vertrieb in den vergangenen Jahren einen Hype erlebt. Es ist inzwischen auch für Führungskräfte ein Muss. Führungspersönlichkeiten wie Musk, Branson oder Jobs haben vorgemacht, dass eine interessante „Verpackung“ der Botschaft genauso wichtig ist, wie sie selbst. Vielleicht hat dies auch mit einem genetischen Urbedürfnis zu tun. Denn vor Erfindung der Schrift erfolgte Wissenstransfer über Geschichten. Und der Geschichtenerzähler nahm eine besondere Rolle in der Gemeinschaft ein. Auch wenn sie selbst nicht Apple oder Tesla führen sollten Führungskräfte deshalb Storytelling beherrschen.


Seminare für bessere Führungskommunikation

Emotionen am Arbeitsplatz ansprechen
Emotionen am Arbeitsplatz ansprechen

Lösen Sie Konflikte wertschätzend!

Zuhören in einer hektischen Welt
Zuhören in einer hektischen Welt

Lernen Sie, wieder zuzuhören!

Storytelling für Führungskräfte
Storytelling für Führungskräfte

Begeistern Sie mit interessanten Geschichten!


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